Nähen mit Kindern: 5 Tipps & Anregungen

Wer gern bastelt, tüftelt und werkelt, entfacht diese Leidenschaft häufig auch bei seinem Nachwuchs. Einmal zugesehen und schon wollen die kleinen Entdecker sich selbst ausprobieren. Und zwar nicht in Trockenübungen, sondern am liebsten den großen nach eifern und erste kleine Erfolgserlebnisse erzielen.

© Gloria (CC-BY)

 Du hast Sorgen, dass Nähen für kleine Kinder zu gefährlich sein könnte? Diese 5 Tipps helfen dir, dich perfekt auf das Nähen mit Kindern vorzubereiten.
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1. Das richtige Alter zum Nähen lernen

Vorsicht: spitz! Ab welchem Alter Kinder an die Nähmaschine dürfen, liegt in der Regel im Ermessen der Eltern. Wenn euer Sohn oder eure Tochter bereits eine ausgeprägte Feinmotorik entwickelt hat und Respekt vor der ratternden Nadel mitbringt, sind die Grundvoraussetzungen gegeben? In der Regel sind Kinder mit sieben Jahren – etwa im Schuleintrittsalter – bereit sich lange genug auf eine Tätigkeit zu konzentrieren und im Beisein ihrer Eltern erste Versuche an der Nähmaschine in Angriff zu nehmen.
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2. Welche Nähmaschinen sind für Kinder geeignet

Wenn das Kind Spaß am Nähen hat, steht schnell die Frage nach einer eigenen Nähmaschine im Raum. Aber ob sich eine solche Investition wirklich lohnt, könnt ihr in dieser Kindernähmaschinenanalyse unter Tipps zum Nähen für dein Kind nachlesen? Für den Anfang reicht es sicherlich, das Pedal mit einem Hocker zu erhöhen und stets an der Seite des kleinen Nähanfängers zu bleiben.

Doch um alleine und unbeaufsichtigt zu experimentieren, ist die Unfallgefahr mit der Nadel bei schneller Nähgeschwindigkeit ein noch zu großes Gefahrenpotential. Die Hersteller haben daher Modelle entwickelt, die sich den kindlichen (und mütterlichen) Bedürfnissen in Punkto Bedienbarkeit und Sicherheit anpassen:

  • kleiner und leichter
  • integrierter Fingerschutz
  • langsamerer Nähvorgang, zur besseren Kontrolle

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3. Üben mit Papier, dann klappt es auch mit Stoff!

Bevor dein Kind anfängt, seinen Lieblingsstoff zurecht zu schneiden, übt ihr am besten auf Papier. Malt hierzu gerade Linien, Zacken und Wellen, die es entlang nähen soll. Klappt es schon gut? Dann kann das Papier für die nächsten Übungen durch Stoff ersetzt werden. Mein Tipp: Baumwollstoffe eignen sich besser als Polyester, da sie nicht so leicht verrutschen.
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4. Was sind geeignete Nähprojekte

Was ihr vom Basteln schon kennt, trifft auch aufs Nähen zu: Erfolgserlebnisse fördern den Spaß und die Motivation an einer Sache. Vielleicht wählt ihr daher zu Beginn nicht gleich das schwierigste Schnittmuster für ein Einhorn.

© Simon Evans (CC-BY-ND)

     
                  © Kat Kellner (CC-BY)                                     © Laineys Repertoire (CC-BY)

 

Wählt stattdessen lieber ein Projekt, das ein schnelles Aha-Erlebnis mit sich bringt. Wie wäre es mit einem Kuschelkissen oder einer Tasche? Wer bei der Inspirationssuche ein bisschen Input mag, wird im Kreativlabor fündig. Über 300 kostenlose Schnittmuster bietet Bloggerin Julia dort zum Nachnähen an.

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5. Geduld + Übung

Die Arbeit mit dem Nähmaschinen-Pedal verlangt selbst Erwachsenen eine gehörige Portion Feingefühl ab. Kein Wunder also, dass am Anfang noch einige Fehlerchen passieren. Nicht aufgeben, weitermachen! Und ihr werdet sehen, dass eure Resultate von Mal zu Mal besser werden!

© kelly (CC-BY-SA)

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Viel Spaß beim Ausprobieren.

Adelina Horn

Mami und Bloggerin aus Leidenschaft. 2 Kinder, 1 Mann, kein Haustier & viele vielen Ideen und Gedanken im Kopf.

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