Als wir nach Ablauf unseres TÜVs im November entschieden, uns kein neues Auto zu kaufen, blickten wir voller Zuversicht auf die vielen alternativen Transportmöglichkeiten, um in einer Großstadt mit zwei Kindern zu Rande zu kommen. Mit einer nunmehr 5 jährigen Sportskanone und einer 8 jährigen Klimaaktivistin zog eine ungebremste Motivation aufs Fahrrad umzusatteln in unser Zuhause ein. Ein Schritt in die richtige Richtung! Doch mit welchem Ausmaß….

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Ab in den Urlaub – PKW frei!!

In diesen Sommerferien standen wir nun erstmals vor der bisher nie dagewesenen Herausforderung: Wie macht man eigentlich Urlaub ohne Auto? Und wie bleibt man dabei trotzdem mobil und flexibel? Wasserwandern und Camping am Strand schienen gefundene Alternativen, die sich mit etwas Mühe auch per Bahn erreichen ließen. Nach den ersten 4 Wochen Ferien und damit 24 Stunden Zugfahren quer durchs Land, folgt hier und heute mein Fazit:
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Leerlauf im Kopf ist der beste Kreativitätsmotor

6 stündige Zugfahrten mit 5 Umstiegen, einer Kraxe und 2 Tollkirschen zu leisten und am Ende des Tages noch ein Lächeln auf den Lippen zu bewahren, stellt sicherlich nicht nur für uns eine Herausforderung dar. Umso zufriedener bin ich nun, da wir stolz berichten können: „WIR HABENS GETAN!“, dass die Sorgen im Kopf mit der Entspannung nicht mithalten konnten. Grund dafür sind nicht zuletzt die meisterhaften „13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“. Schon öfter hatte ich mich in Buchform an dieses Fantasiewerk gewagt, es aus den absurdesten Gründen jedoch bis heute nie abgeschlossen. In Vorbereitung unserer Route entdeckte ich die Geschichte als 18 stündiges Hörbuch bei Audible und wusste – unsere Reise ist gerettet! Gelesen von Dirk Bach ist dieses Geflecht aus Abenteuern, Unglaubwürdigem und Fabelwesen die reinste Erleuchtungskette für kleine Weltentdecker auf dem Weg ins eigene Unbekannte.
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Lauschen, lauschen. Wellenrauschen.

Ich liebe es, die Geschichten mit den Kleinen gemeinsam zu hören. Zwar steht Vorlesen für Gewöhnlich bei uns ebenso hoch im Kurs, aber dabei sprengt Walter Moers mit 18 Stunden Material ganz klar meine Ausdauer. Umso tröstlicher finde ich die Lausch-Ausdauer, die Kinder mit Begeisterung für eine Geschichte entwickeln können, während sie gefühlt wie im Flug ans Meer katapultiert werden.

Für wen Käptn Blaubär nichts ist, der kann sich auch bei beliebten Kinderklassikern inspirieren lassen. Allein wenn ich die Auswahl unzähliger Märchensammlungen bei Audible sehe, von denen ich noch nie etwas gehört habe, bekomme ich Lust, bereits die nächste Zugreise planend in Angriff nehmen. Die Kleinen finden es in jedem Fall doppelt gut. 🙂

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